Unsere Geschichte –

sehen und schätzen lernen.

Aktuell aus dem Museum

Museum Affoltern Gautschi Ausstellung Rundholzpolter von 1967
Museum Affoltern Gautschi Ausstellung Rundholzpolter von 1967

Aufstockung Weberei Ottenbach in 1951

Einladung zur Vernissage 5.April um 11 Uhr zur neuen Wechselausstellung

Bauen und Sägen mit Leidenschaft –
90 Jahre Baugeschichte der Familie Gautschi, 1896 – 1986

Ein Blick in den Nachlass der Familie Gautschi erzählt in Bildern, Dokumenten und Objekten vom Werk dreier Generationen. Markante, hundertjährige Bauten der Gautschis prägen bis heute das Ortsbild von Affoltern am Albis.

Viele Laufmeter von Schachteln mit Plänen und Geschäftsbüchern lagern im Archiv des Ortsmuseums. Das Stöbern in dieser Fundgrube lässt erahnen was Bauen anfangs des 20. Jahrhunderts, während der beiden Weltkriege und der Wirtschaftskrise bedeutete.

Welche Hilfsmittel standen damals für die Schwerarbeit zur Verfügung. Wieviel verdiente ein Maurer oder Handlanger. Ein Bauwerk zu verwirklichen erforderte viel mehr Hände, denn kein Lastwagen brachte das Material, kein schwenkbarer Kran hievte Baumaterial in die oberen Stockwerke. Nein, es war der Pferdewagen, der das von Hand aufgeladene Baumaterial transportierte und vielleicht ein Flaschenzug, der half, Schweres und Sperriges in die oberen Stockwerke zu bringen.

Ein Blick in die Firmengeschichte zeigt, wie innovativ und fortschrittlich alle drei Generationen diesen Betrieb geführt und technisch immer auf dem neusten Stand gehalten haben. Für die Ausstellung wurde die Geschichte einzelner Bauten dokumentiert. Es ist erstaunlich bei wie vielen Gebäuden das Baugeschäft bis anfangs der 1970er Jahre mitgearbeitet hat. Vieles ist noch vorhanden, anderes sind verschwunden.

An den Sonntagnachmittagen kann mit Sonne und Papier gezaubert werden, wie einst in den Planungsbüros der Firma, als es noch keinen Computer und Fotokopierer gab.

Die Ausstellung dauert bis Ende August

oder nach Vereinbarung

Klein aber fein

Neues Glanzstück im Ortsmuseum: Medaille zum Bockenkrieg 1804

Früher wurden Medaillen zu aussergewöhnlichen Begebenheiten hergestellt und den beteiligten Personen geschenkt. Zum Bockenkrieg von 1804 wurde zur Expedition zu Affoltern eine eben solche geprägt. Die am 27. März 1804 von Zürich gesandte Dragonertrupp unter dem Kommando von Leutnant R. Bodmer zur Befreiung der drei im Gasthof zur Krone inhaftierten Offiziere, wurde vom mitkämpfenden Kavalleristen Rudolf Manz, von Beruf Zinngiesser, auf einer Gedenkmünze festgehalten.

Die Vorderseite zeigt den Gasthof Krone mit den angreifenden Dragonern. Inschrift Expedition : zu : Afholtern 27. Merz MDCCCIV. Auf der Rückseite werden die Namen der drei befreiten und die 27 Namen an der Befreiung beteiligten Dragoner in blattartigen Ovalen genannt.

Die Medaille wurde in kleinster Auflage in Silber und Bronze gegossen.

Die Stadt Zürich erhielt damals von 12 Kantonen Unterstützung im Kampf gegen die Aufständischen. Für diese wurden ebenso Verdienstmedaillen geprägt.  Je nach Wichtigkeit erhielten die Mitstreiter mehr oder weniger wertvolle Medaillen.  Eine weitere, mit einer Auflage von 2841 Stück aus Bronze zu 1 Gulden, ist ebenfalls im Bestand vom Museum.

Quelle der Informationen: Artikel von Ruedi Kunzmann NumisPost 10/2018.

 

Bockenkrieg Medaille Vorderseite

Gedenkmedaille, Vorderseite

Bockenkrieg Medaille Rückseite

Gedenkmedaille, Rückseite