Unsere Geschichte –

sehen und schätzen lernen.

Aktuell aus dem Museum

Das Ortsmuseum im Umbruch.

Gwundrig? Dieses Wochenende bietet sich die Gelegenheit die vorgenommenen Veränderungen im ersten Stock des Museums zu begutachten. Vieles fehlt noch: Bilder zu den ausgestellten Objekten, informative Texte, Geschichten und vieles mehr. Lassen Sie sich überraschen. Und wie immer gibt es Kaffee und etwas zum Knabbern.

Samstag 7. November von 10-16 Uhr
Sonntag 8. November von 12 – 16 Uhr

Die Ausstellung im Untergeschoss des Museums wird gerade umgestaltet

Blick ins Museum

Ortsmuseum Affoltern Bettflasche Kollektion

Wie viele Dinge sind genug – oder ab wann wird ein Museumsausstellung zum blossen Lagerraum

Ortsmuseum Affoltern Höbel Kollektion
Ortsmuseum Affoltern Nachttiopf Kollektion

Zwischen Bewahren und Loslassen

Wie sich ein Ortsmuseum neu erfindet – und dabei seine eigene Sammlung befragt

Im Ortsmuseum Affoltern ist es sommerlich still – zumindest scheinbar. Hinter den Türen in Zwillikon ist jedoch eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte im Gange. Zu voll und zu unübersichtlich sind die Räume und Ablagen. Eine Ausstellung und ein Lager voller Gegenstände, beschrifteten Schachteln, vertrauten Dingen aus Stuben, Werkstätten und Ställen: Sie alle erzählen vom Leben, von Vergangenheit und Erinnern.

Bald soll ein neuer Wind durch die Ausstellungsräume im Ortsmuseum wehen. Die bestehende Präsentation ist in die Jahre gekommen. Das Team muss entscheiden, was Affoltern in Zukunft von sich zeigt.  Zwischen alten Gerätschaften aus Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie, Vereinen Erinnerungsstücken aus Privathaushalten stellt sich immer wieder dieselbe Frage:
Wie viel braucht es, um Dorfgeschichte und Stadtentwicklung sichtbar zu machen?

Ein Dutzend ähnlicher Werkzeuge mag einst den Alltag geprägt haben. Heute stellt sich die Frage nach ihrer Notwendigkeit im Ausstellungsraum. Reicht eines, um die Handarbeit von damals zu erzählen? Oder geht mit jedem ausgeschiedenen Stück auch ein Teil der Vielfalt verloren, die das Leben ausgemacht haben?

Das Museumsteam stellt diese Überlegungen sorgfältig an. Jedes Objekt wird in die Hand genommen, betrachtet, diskutiert. Beurteilt wird nicht nur das Alter oder der Zustand, sondern seine erzählerische Kraft. Was vermag es über Affoltern und seine Menschen zu sagen? Sagt es genug?  Welcher Wert wird es in einer zukünftigen Ausstellung und der Sammlung haben?

So entsteht Schritt für Schritt ein anderes Museum. Eines, das Raum lässt – für die Dinge, die bleiben, und für die Gedanken, die sie auslösen.

Der Prozess verlangt Mut – und ein gemeinsames Verständnis davon, was das Museum heute sein will: nicht nur ein Ort des Aufbewahrens, sondern ein Raum des Deutens und Fragens und Erfahrens.